Geoengineering in der Presse
In Leitmedien und regierungsnahen Stellen wird das Thema Geoengineering seit Jahren diskutiert. Vor wenigen Jahren noch als verrückte Science-Fiction Zukunftsversion. In den letzten Monaten vermehrt als realistische Alternative zur Reduktion der Erderwärmung.
Wird die Menschheit jetzt langsam auf bereits stattfindende Geoengineering Massnahmen vorbereitet?
So zitiert die NZZ am 3. Mai 2024 die Wissenschaftlerin Ulrike Niemeier vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, welche sich seit rund 15 Jahren mit dem Thema Solares Geoengineering, also dem Reduzieren des Sonnenlichts zur Reduktion der Erderwärmung beschäftigt: «Das Ganze ist weniger utopisch geworden. Es wird längst nicht mehr als verrückte Idee angesehen», sagt sie. Niemeier hat zusammen mit der Atmosphärenforscherin Simone Tilmes ein wissenschaftliches Szenario für den möglichen Einsatz im Jahre 2040 entworfen, in dem der Weltklimarat IPC beschliessen würde den SAI-Einsatz (stratosphärische Aerosolinjektion) durchzuführen, um die Temperatur künstlich zu senken. Spezialflugzeuge sprühen dafür Schwefelpartikel in die Stratosphäre, gemäss den Berechnungen der Wissenschaftlerinnen sind dafür täglich 6 700 Flüge nötig und das 160 Jahre lang. Nur so könne sich der globale Temperaturanstieg langfristig auf 2 Grad stabilisieren.
Das Online Magazine ZEIT schreibt Anfang Juli 2024 über den möglichen Einsatz von Solarem Geoengineering und erwähnt, dass bereits erste Feldversuche durchgeführt worden seien.
Sollte ein Einsatz bereits ab 2040 möglich sein, so müssten doch seit Jahrzehnten entsprechende Experimente laufen?
Nicht nur in theoretischen Modellen und Simulationen, sondern real in unserem Himmel?
Wirklich nur Zukunftsvision oder bereits Realität?
Wetter-Experimente an unserem Himmel.
Was die Öffentlichkeit effektiv über Medien und Regierungen zu sehen, hören und lesen bekommt, ist nur die Spitze des Eisbergs.
Ein von Milliardär Bill Gates mitfinanziertes Projekt der US-Elite-Universität Harvard möchte mit Mondstaub oder Wüstenstaub zwecks Sonnenverdunklung experimentieren?
Wüstenstaub?
Mondstaub?
Saharastaub?
Keine verrückte Idee mehr?
Sondern vielleicht schon bald
(oder schon lange) Realität?
Die Sonne verdunkeln fürs Klima.
Staatliche Berichterstattung
In dem im August 2023 herausgegebenen Scoping paper «Solar Radiation Modification» schreibt die European Commission’s Group of Chief Scientitic Advisors, dass die Idee des SRM im Jahre 1960 entstanden sei und relativ kosteneffizent betrieben werden könnte. SRM gewinne als Klimareaktion an Aufmerksamkeit, obwohl SRM die Klimaveränderungen verschärfen und zusätzliche Risiken schaffen könnte.
Geoengineering aus Sicht einer Versicherung
Die Swiss Re schreibt in einem im Juni 2023 veröffentlichten Report «Management der Sonneneinstrahlung - Risiken der Umkehrung des Klimawandels»
Die Reflexion der Sonnenenergie zur Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit, da die Auswirkungen der globalen Erwärmung immer deutlicher sichtbar werden. Der als Solarstrahlungsmanagement bezeichnete Prozess birgt jedoch viele Risiken.
Die Beeinflussung des Klimas durch SRM kann zu extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen, Dürren und Stürmen führen, die Sachschäden und andere Schäden nach sich ziehen.
Die Freisetzung von Verbindungen in die Atmosphäre wirkt sich auf viele Länder aus. Die Nation, die SRM einsetzt, muss nicht unbedingt diejenige sein, die unter den schädlichen Nebenwirkungen leidet. Es wird wichtig sein, zu entscheiden, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Regelungen für negative Nebenwirkungen gelten sollen.
Atmosphärisches Klima-Engineering kann die Zonen für übertragbare Krankheiten, Hitzestress und extreme Wetterereignisse verschieben, was neue Mortalitäts- und Morbiditätsmuster auslösen kann.
Übersetzt aus dem Englischen ins Deutsch mit www.deepl.com
Vulkane liefern die Blaupause: Bei ihren Ausbrüchen stossen sie grosse Mengen Schwefeldioxid aus und kühlen so das Klima.
Als ein Mittel des Geoengineerings diskutieren Fachleute daher, die Erderwärmung durch gezielte Freisetzung des Gases einzudämmen.
Ob das funktionieren würde und welche Gefahren damit verbunden sind, untersucht Ulrike Niemeier vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg.