Organisationen die sich gegen den Einsatz von Solarem Geoengineering aussprechen

Solares Geoengineering Non-Use-Agreement
Über 500 Wissenschaftler sprechen sich gegen den Einsatz von Solarem Geoengineering aus.

Wissenschaftler sind sich grösstenteils einig, die Risiken der Wetterbeeinflussung sind sehr gross und überwiegen den Nutzen.

 

Frank Biermann, Professor Global Sustainability Governance an der Uni Utrecht (NL) startete deshalb Anfang 2022 zusammen mit 16 weiteren Initiatoren einen internationalen Aufruf für ein Verbot des Solaren Geoengineerings. Sein offener Brief «Solar Geoengineering, Non-Use Agreement» wurde von fast 100 hochrangigen Klimawissenschaftlern und Forschern aus rund 20 Ländern unterzeichnet. Mehr als fünfhundert Wissenschaftler unterstützen inzwischen die Forderung nach diesem Nichtnutzungsabkommen.

 

Biermann schreibt: «Der Einsatz von solarem Geoengineering kann weltweit nicht fair geregelt werden und stellt ein inakzeptables Risiko dar, wenn er als zukünftige klimapolitische Option eingesetzt wird.

 

Wir rufen andere Wissenschaftler, zivilgesellschaftliche Organisationen und besorgte Einzelpersonen dazu auf, unseren offenen Brief an die Regierungen, die Vereinten Nationen und andere Akteure zu unterzeichnen, um die Entwicklung und den potenziellen Einsatz von Solar-Geoengineering-Technologien im Weltmassstab zu stoppen.

 

Unsere Initiative richtet sich insbesondere gegen die am meisten diskutierte spekulative Technologie: das massive Versprühen von Aerosolen in der Stratosphäre, um einen Teil des einfallenden Sonnenlichts zu blockieren und den Planeten zu kühlen. Solche gefährlichen planetarischen Eingriffe können nicht in einer global inklusiven, fairen und effektiven Weise geregelt werden und müssen verboten werden.

 

Daher fordern wir ein internationales Abkommen über die Nichtnutzung des solaren Geoengineerings.

 

Ein internationales Abkommen über das Verbot von Solar-Geoengineering wäre zeitgemäss, machbar und effektiv. Es würde die weitere Normalisierung und Entwicklung einer riskanten und schlecht verstandenen Technologie verhindern.»

Erklärt wird alles mit der menschengemachten Klimaerwärmung. Doch wird die Klimaerwärmung in Wahrheit nicht genau von diesen Menschen verursacht, die vorgeben sie bekämpfen zu wollen?

Oder wie es die kolumbianische Umweltministerin Susana Muhamad am UNEP-Gipfel 2024 in ihrer Abschlussrede zum Thema Geoengineering prägnant ausdrückte:

«Verschmutzung ist keine Lösung für Verschmutzung.»

ETC Group, BiofuelWatch und Heinrich-Böll-Stiftung
Big Bad Fix - Der Fall gegen Klima-Geoengineering

ETC Group, BiofuelWatch und Heinrich-Böll-Stiftung präsentieren in diesem Bericht ein umfassendes Argument gegen Geoengineering.

 

Angesichts der raschen Erwärmung der Welt, die sich in Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren und Wirbelstürmen äussert, wird Geoengineering - die gross angelegte Manipulation der natürlichen Systeme der Erde - als Strategie zur Bekämpfung, Abschwächung oder Verzögerung des Klimawandels präsentiert, ohne die energie- und ressourcenintensiven Volkswirtschaften zu beeinträchtigen. Erschreckenderweise beschränken sich die derzeitigen Debatten über diese grosse technische Lösung auf eine kleine Gruppe selbsternannter Experten, die undemokratische Weltanschauungen und technokratische, reduktionistische Perspektiven vertreten. Entwicklungsländer, indigene Völker und lokale Gemeinschaften werden ausgegrenzt und haben kein Mitspracherecht. Wie dieser Bericht im Detail aufzeigt, bedroht jede der vorgeschlagenen Geoengineering-Technologien Menschen und Ökosysteme. Ganzheitliche Bewertungen der Technologien zeigen auch, dass sie im Falle ihres Einsatzes die Auswirkungen der globalen Erwärmung höchstwahrscheinlich eher verschlimmern als abmildern werden.

 

Die Unumkehrbarkeit, das Risiko der Bewaffnung und die Auswirkungen auf die globale Machtdynamik, die dem gross angelegten Klima-Geoengineering innewohnen, machen es ebenfalls zu einer inakzeptablen Option.

 

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche durch www.deepl.com

Ocean Care
Debatte bei UN-Umweltgipfel verdeutlicht die Notwendigkeit eines weltweiten Verbots von «Solarem Geoengineering»

Unter «Solar Radiation Modification» (SRM) versteht man Technologien, mit denen die Sonneneinstrahlung auf die Erde reduziert werden soll. Dazu zählen die Ausbringung von Schwefeldioxid in der Atmosphäre, gigantische Sonnenschirme im Weltall oder die Aufhellung von Wolken über den Meeren.

 

Die Fürsprecher solcher Eingriffe argumentieren, dass wir damit die Folgen des anthropogenen Klimawandels abmildern könnten. Doch die OceanCare-Experten warnen, dass im Gegenteil eine weitere Destabilisierung eines bereits schwer angeschlagenes Klimasystems bewirkt werden könnte. Damit drohte eine Verschärfung von regionalen Klima- und Wetteränderungen, Artensterben, Nahrungsengpässen, globalen Ungerechtigkeit und Verstössen gegen die Menschenrechte künftiger Generationen.