Schweiz will UN-Debatte zu Geoengineering

März 2024: Die Schweiz wollte die Erforschung der künstlichen Steuerung des Klimas vorantreiben und scheiterte an der UNEP (UNO-Klimakonferenz in Nairobi) nach 2019 bereits zum zweiten Mal.

Konkret schlug die Schweiz die Gründung einer UNO-Expertengruppe vor, welche Risiken, Vorteile und Ungewissheiten der künstlichen Verdunkelung der Sonne untersuchen und Handlungsansätze zur Verringerung der globalen Erwärmung hätte ausarbeiten sollen.

 

Die Debatte scheiterte am heftigen Widerstand afrikanischer Länder sowie Mexiko, Kolumbien, Fidschi und Vanuatu, welche sich entschieden gegen die potenziellen neuen Technologen ausgesprochen hatten. Die Länder befürchten, dass das bereits gestörte Klima durch diese Massnahmen völlig ins Chaos stürzen könnten.

«Die afrikanischen Politiker warnen die Welt davor, sich betrügen zu lassen und die katastrophalen Risiken des Geo-Engineerings einzugehen.»

«Kritiker befürchten ersten Schritt zur Normalisierung
Eine Diskussion oder Forschung zu dem Thema könnte das derzeitige De-facto-Verbot von Geoengineering gefährden und zu einer Legitimierung, einem Mainstreaming und schliesslich zu einem Einsatz führen.

 

USA wollen lieber in Ruhe forschen
Die Schweiz hatte bereits 2019 einen ähnlichen Vorschlag an der UN-Weltversammlung platziert, das Thema wurde jedoch durch die USA und Saudi-Arabien blockiert. Kritiker wie Befürworter der Idee sehen darin die Bestätigung, dass sich gewisse Länder ohne internationale Aufsicht in dem Forschungsfeld austoben wollen. Insgesamt hatten nur zehn Länder den Vorschlag unterstützt.

 

Vor allem in den USA fliesst bereits viel Geld in den Sektor, wo auch bekannte Akteure wie Bill Gates oder die Armee Studien an grossen Instituten wie Harvard fördern.

 

Auf der anderen Seite hatten 2022 über 400 Wissenschaftler einen Brief unterzeichnet, der ein Abkommen zum Verzicht auf die Nutzung von solarem Geoengineering fordert. »

 

Quelle Text: Tages-Anzeiger, 22. Februar 2024, «Schweiz will neue UNO-Debatte über Dimmen der Sonne anstossen»

«Geoengineering sollte ein Tabu-Thema sein!

Solares Geoengineering sollte schnellstmöglich auf die Tabuliste der internationalen Gemeinschaft aufgenommen werden. Genauso wie Eugenik, Klonen von Menschen und chemische Waffen. Bevor scheinbar harmlose Gespräche uns in Richtung Einsatz führen.»

«Nun wird die Forschung auf diesem Gebiet privaten Akteuren wie den Milliardären George Soros oder Bill Gates überlassen.»

«Nationen unterstützen den Schweizer Vorschlag zur Untersuchung von Solar-Geoengineering-Technologien nicht

 

Zu den vorgeschlagenen Techniken zur Veränderung der Sonneneinstrahlung gehört das Versprühen von Aerosolen, die das Licht streuen, wie Schwefeldioxid oder Kalziumkarbonat, in die Stratosphäre.

 

Die Regierungen haben sich nicht darauf einigen können, wie die Vereinten Nationen die umstrittenen Techniken zur Veränderung der Sonneneinstrahlung (SRM) untersuchen oder regulieren sollen.

 

Die Schweiz hatte eine Resolution eingebracht, in der sie mehr Forschung zu den im Entstehen begriffenen Technologien forderte, die den Klimawandel bekämpfen sollen, indem sie die Sonnenstrahlen zurück ins All reflektieren.»

 

Quelle Text: SWI swissinfo.ch, 1. März 2024


Übersetzt aus dem Englischen ins Deutsch mit www.deepl.com

Bereits 2019 forderte die Schweiz eine UN-Diskussion zum Thema Geoengineering

In einem Interview mit der Zeitschrift Blick spricht die ehemalige Bundesrätin über ein notwendiges Regelwerk in Sachen Geoengineering (wörtlich: «Das Versprühen von Partikeln in die Atmosphäre.»). Damit Information gesammelt und Chancen und Risiken angeschaut werden können.

 

Sie sagt, es sei schade, dass keinen Konsens gefunden werden konnte. Denn sie denkt, das seien Versuche, die man hier macht, ohne die Auswirkungen zu kennen. Die Schweiz wird weiter darum kämpfen, denn das Thema sei zu wichtig und allenfalls auch problematisch, als dass die Schweiz da einfach wegschauen könne.